Messtechnik für die Baumusterprüfung von Ladestationen nach Modul B
Ohne bestandene Baumusterprüfung Ladestationen darf an einem Ladepunkt keine Energie abgerechnet werden. Modul B bezeichnet in der Messgeräterichtlinie die EU-Baumusterprüfung, bei der eine benannte Stelle ein eingereichtes Baumuster gegen die grundlegenden Anforderungen bewertet. Geprüft wird der Entwurf, nicht das einzelne Seriengerät.
Weil der gesamte Nachweis am Prüfmittel hängt, liefert ZERA dafür die Messtechnik und stellt selbst keine Bescheinigung aus. Hersteller und Prüflaboratorien benötigen eine Referenz, die den Prüfling deutlich an Genauigkeit übertrifft. Da Ladepunkte unter die Messgeräteart MI-003 fallen, gilt für sie meist Klasse B, deren Fehlergrenze im Nennbetrieb bei 1% liegt.
Wie aufwendig eine Baumusterprüfung Ladestation wird, hängt an der Leistungsklasse und an der Zahl der geforderten Prüfpunkte. Ein Aufbau, der Wechselstrom und Gleichstrom gemeinsam abdeckt, spart im Entwicklungsprojekt ganze Prüfkampagnen. Die dafür passenden Geräte führt ZERA im Bereich Prüfsysteme E-Mobilität zusammen, vom mobilen Koffer bis zum stationären Prüfstand.
Referenzzähler und Quellen für den metrologischen Nachweis am Ladepunkt
Jede Baumusterprüfung Ladestationen steht und fällt mit dem Referenzzähler. Indem er parallel zum Prüfling misst, macht er dessen Abweichung überhaupt erst sichtbar. Damit dieser Abstand sicher trägt, fertigt ZERA Prüfzähler in Genauigkeitsklassen bis 0,02 und betreibt Normale, die im Labor 0,01% erreichen.
Ohne definierte Last bleibt jeder Vergleich unvollständig. Was eine Quelle beisteuert, ist die reproduzierbare Einstellung von Strom, Spannung und Leistungsfaktor, sodass sich jeder Lastpunkt beliebig oft anfahren lässt. Erst die Kombination aus Quelle und Referenz macht zwei Prüfkampagnen miteinander vergleichbar. An bereits aufgebauter Ladeinfrastruktur übernimmt diese Aufgabe das Analysegerät für EV-Ladestationen, das Messung und Auswertung in einem Koffer vereint.
Welche Prüfschritte im Verfahren zusammenkommen, ordnet die folgende Übersicht. Sie nennt zu jedem Schritt die Messgröße, das erforderliche Prüfmittel und das Nachweisziel. Damit lässt sich früh entscheiden, welche Ausstattung im eigenen Labor stehen muss und welche Prüfung besser extern läuft.
| Prüfschritt | Messgröße | Prüfmittel | Nachweisziel |
|---|---|---|---|
| Messrichtigkeit | Energie über den Lastbereich | Referenzzähler und Quelle | Fehlergrenze der Klasse |
| Störgrößen | Verhalten bei Netzrückwirkungen | Störgrößenerzeugung, Referenzzähler | stabile Anzeige unter Störung |
| Klimaverhalten | Abweichung über den Temperaturbereich | Klimakammer mit Referenzzähler | Einhaltung im Betriebsbereich |
| Datenweg | Übernahme des Messwerts in den Datensatz | Kommunikationsanalyse | Rückverfolgbarkeit bis zur Rechnung |
Die ersten beiden Zeilen entscheiden über Bestehen oder Scheitern. Wer den Datenweg erst zum Schluss prüft, findet Fehler in der Signaturkette zu spät, obwohl sie über die spätere Abrechnungsfähigkeit bestimmen. Für die Baumusterprüfung Ladestationen zählt am Ende die lückenlose Kette vom Prüfling bis zum Normal.
Hohe Gleichströme bei der Baumusterprüfung von DC-Ladestationen abbilden
Bei der Baumusterprüfung DC-Ladestation verschiebt sich der Aufwand vom Zähler zur Stromerzeugung. Sobald ein Schnellladepunkt mehrere hundert Ampere bei Spannungen von deutlich über 500 V überträgt, reicht ein gewöhnlicher Laboranschluss als Last nicht mehr aus. Eine Größenordnung dieser Art lässt sich nicht nebenbei simulieren. ZERA deckt den Gleichstrombereich bis 500 A ab und bildet die dabei entstehende Verlustleistung im Prüfaufbau mit ab.
Rechtlich liegt der Unterschied noch tiefer, denn die Messgeräterichtlinie erfasst mit MI-003 ausschließlich Wechselstromzähler. Für die Gleichstrommessung an Ladepunkten greift in Deutschland dagegen die nationale Bauartzulassung durch die PTB. Wer AC und DC im Portfolio führt, durchläuft bei der Baumusterprüfung Ladestationen deshalb zwei getrennte Verfahren mit unterschiedlichen Ansprechpartnern.
Prüfen Sie außerdem die Temperaturstabilität. Ein Präzisionsshunt driftet unter Dauerlast, weshalb das Normal thermisch geführt oder rechnerisch korrigiert werden muss. Eine Baumusterprüfung Wallbox kommt dagegen mit kleinen Strömen aus und lässt sich mobil abbilden, etwa mit dem Ladestation Prüfgerät aus dem EMOB-Programm.
Umfang und Grenzen der Baumusterprüfung im Eichrecht einordnen
Hersteller suchen unter dem Stichwort Baumusterprüfung Eichrecht genau diesen Nachweis vor dem Inverkehrbringen. Modul B endet jedoch mit der Bescheinigung für das Baumuster. Weil die Serienfertigung außen vor bleibt, schließen sich die Module D oder F mit Qualitätssicherung oder Produktprüfung an.
Was die Baumusterprüfung Ladestationen abdeckt, endet mit dem zugelassenen Muster. Sobald die Anlage in Betrieb geht, übernimmt die Verwendungsüberwachung, also Eichfrist, Befundprüfung und die wiederkehrende Prüfung von Ladesäulen. Beide Verfahren greifen auf ähnliche Prüfmittel zurück, verfolgen aber verschiedene Ziele.
Zum Eichrecht an Ladepunkten gehört mehr als die reine Messung. Ob Anzeige, signierter Datensatz oder Transparenzsoftware, diese Bausteine sind Teil der Zulassung, zählen jedoch nicht zum Lieferumfang von ZERA. Wir liefern die Prüftechnik für die Messgrößen, nicht die Software für die Abrechnungskette. Berücksichtigen Sie diese Trennung früh im Projektplan.
Anforderungen der PTB an den messtechnischen Nachweis erfüllen
Eine eichrechtliche Baumusterprüfung ist nur so belastbar wie das Normal dahinter. Damit ein Ergebnis Bestand hat, sind die Normale des akkreditierten Kalibrierlabors in Königswinter auf die Physikalisch-Technische Bundesanstalt rückgeführt. Für Referenzzähler und Quellen stellt das Labor eine DAkkS-Kalibrierung aus, in der die Messunsicherheit beziffert ist.
Wenn die PTB im Verfahren auftritt, dann gleich doppelt, als benannte Stelle der Konformitätsbewertung und als oberste Instanz der Rückführung. In der Baumusterprüfung Ladestationen entwertet ein Prüfmittel ohne gültiges Kalibrierintervall den gesamten Nachweis. Planen Sie die Rekalibrierung Ihrer Referenz deshalb vor dem Prüfstart ein, nicht nach dem ersten beanstandeten Bericht.
Was hinter dieser Kette steht, sind über 100 Jahre Zählerprüftechnik, ein mitarbeitergeführtes Unternehmen und Partner in mehr als 70 Ländern. Wie Ihr Prüfaufbau am Ende aussieht, hängt an Leistung, Stückzahl und Prüfort. Schicken Sie uns die Leistungsdaten Ihres Ladepunkts, dann stimmen wir Quelle, Referenz und Prüfumfang darauf ab.
