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ZERA im DKE/GAK 353.0.201: Eichrechtskonformität von DC-Ladestationen mitgestalten

ZERA engagiert sich im Normungsgremium DKE/GAK 353.0.201, das die Anforderungen zur Eichrechtskonformität von DC-Ladestationen erarbeitet. Als Hersteller von Prüfsystemen für die Elektromobilität bringt ZERA jahrzehntelange Messtechnik-Erfahrung in die Normungsarbeit ein. Die aktive Mitarbeit in diesem Gremium stellt sicher, dass praxisnahe Anforderungen aus der Prüftechnik direkt in die Standardisierung einfließen.

Mit Sitz in Königswinter entwickelt und produziert ZERA seit 1920 Prüftechnik Made in Germany. Die Teilnahme an der Normungsarbeit des DKE unterstreicht den Anspruch, die Rahmenbedingungen der Messtechnik nicht nur zu erfüllen, sondern aktiv mitzugestalten. Für Ladesäulenbetreiber, Zählerhersteller und Prüfdienstleister bedeutet das Prüfsysteme, die stets auf dem neuesten Stand der Normung sind.

Aufgaben und Ziele des DKE/GAK 353.0.201

Das Gremium DKE/GAK 353.0.201 befasst sich mit der Umsetzung von Anforderungen zur Eichrechtskonformität von DC-Ladestationen. Es ist als Gemeinschaftsarbeitskreis dem übergeordneten Komitee DKE/K 353 Elektrostraßenfahrzeuge zugeordnet. Die Arbeit des Gremiums schafft die normative Grundlage dafür, dass DC-Ladestationen den Anforderungen des deutschen Mess- und Eichrechts genügen.

Die eichrechtskonforme Abrechnung an DC-Ladestationen stellt die Branche vor besondere Herausforderungen. Im Gegensatz zu AC-Ladepunkten arbeiten DC-Schnellladesäulen mit hohen Strömen und Spannungen, die spezifische Anforderungen an Messgenauigkeit und Rückführbarkeit stellen. Das Gremium erarbeitet normative Lösungen für diese technischen Fragestellungen und harmonisiert die Anforderungen auf europäischer Ebene über die Spiegelgremien CLC/TC 69X und IEC/TC 69.

Weitere aktive Arbeitskreise innerhalb des DKE/K 353 befassen sich mit DC-Ladung (DKE/GAK 353.0.2), AC-Ladung (DKE/GAK 353.0.4), berührungslosem Laden (DKE/GAK 353.0.1) und Vehicle-to-Grid-Kommunikation (DKE/AK 353.0.3). ZERA ist somit Teil eines breiten Netzwerks, das die technischen Standards für die gesamte Ladeinfrastruktur in Deutschland und Europa definiert.

ZERA Prüftechnik für die eichrechtskonforme Prüfung von DC-Ladestationen

Die Mitarbeit im Normungsgremium und die Entwicklung von Prüfsystemen gehen bei ZERA Hand in Hand. Das MTS780e Quellen- und Prüfsystem für DC-Ladestationen ermöglicht die stationäre metrologische Prüfung mit Genauigkeitsklassen bis 0,02%. Für die mobile Verifikation vor Ort bietet ZERA das EMOB500 Prüfgerät, das speziell für die wiederkehrende Prüfung von Ladestationen im Feld entwickelt wurde.

Gemeinsam mit der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg hat ZERA zudem ein patentiertes Verfahren (DE 10 2023 211 443) zur mobilen Funktionsprüfung von Ladesäulen entwickelt. Die kompakte Prüfeinheit ermöglicht erstmals die Überprüfung der kompletten Ladekurve unter reproduzierbaren Bedingungen mit Rückspeisung der Energie ins Stromnetz.

Die Steuerungssoftware WinSAM integriert alle Prüfsysteme in bestehende Laborabläufe. Das DAkkS-akkreditierte Kalibrierlabor von ZERA gewährleistet die Rückführbarkeit der Messergebnisse auf die Physikalisch-Technische Bundesanstalt. Prüfdienstleister und Ladesäulenbetreiber profitieren von Prüfsystemen, die den aktuellen Stand der Normung widerspiegeln, weil ZERA diesen Standard aktiv mitentwickelt.

Warum Normungsarbeit für die Ladeinfrastruktur entscheidend ist

Deutschland verfügt laut Bundesnetzagentur über knapp 200.000 öffentlich zugängliche Ladesäulen. Jede kommerziell genutzte Station muss eichrechtskonform abrechnen. Die normative Grundlage für diese Anforderung entsteht in Gremien wie dem DKE/GAK 353.0.201. Ohne klare Standards wäre eine einheitliche und vergleichbare Prüfung von DC-Ladestationen nicht möglich.

Die regulatorischen Anforderungen an Ladesäulen entwickeln sich parallel zum Ausbau der Ladeinfrastruktur stetig weiter. Zentrale Normen und Regelwerke, die das Gremium berührt:

  • IEC 61851-23 – DC-Ladesysteme, Sicherheitsanforderungen und Protokolle
  • VDE-AR-E 2418-3-100 – Eichrechtskonforme Prüfung, metrologische Verifikation
  • IEC 62053-41 – DC-Energiemessung, Genauigkeitsklassen
  • MessEG / MessEV – Mess- und Eichgesetz sowie Mess- und Eichverordnung
  • MID 2014/32/EU – Europäische Messgeräterichtlinie

Für Betreiber von Ladeinfrastruktur bedeutet die Normungsarbeit Planungssicherheit. Für Prüfdienstleister definiert sie den technischen Rahmen ihrer Arbeit. ZERA gestaltet diesen Rahmen mit und übersetzt ihn gleichzeitig in praxistaugliche Prüfsysteme für die Elektromobilität.

Über 100 Jahre aktive Mitgestaltung der Messtechnik

Die Gremienarbeit von ZERA ist Teil eines umfassenden Engagements für die Weiterentwicklung der Messtechnik. Seit der Gründung 1920 hat das mitarbeitergeführte Unternehmen die Zählerprüftechnik nicht nur angewendet, sondern ihre Standards aktiv mitgeprägt. Mit dem DAkkS-akkreditierten Kalibrierlabor und der ISO 9001:2015 Zertifizierung verfügt ZERA über die Infrastruktur und Kompetenz, die eine fundierte Normungsmitarbeit erfordert.

Die Kombination aus Prüfsystementwicklung und Normungsarbeit schafft einen direkten Rückkopplungskreis. Erkenntnisse aus der Praxis fließen in die Gremienarbeit ein, neue normative Anforderungen werden unmittelbar in die Produktentwicklung übernommen. Betreiber, Prüfdienstleister und Zählerhersteller profitieren von Prüfsystemen, die stets auf dem aktuellen Stand der Technik und Normung sind.

Wenn Sie Fragen zur eichrechtskonformen Prüfung von DC-Ladestationen oder zu den Anforderungen des DKE/GAK 353.0.201 haben, sprechen Sie uns gerne an.

ZERA GmbH
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