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ZERA im DKE/K 353 Elektrostraßenfahrzeuge

Das DKE-Komitee K 353 „Elektrostraßenfahrzeuge“ erarbeitet die Normen für elektrische Ladesysteme, die den Betrieb von Elektrofahrzeugen ermöglichen. ZERA bringt als Hersteller von Prüfsystemen für die E-Mobilität messtechnische Expertise in die Normungsarbeit ein. Die im Gremium entwickelten Standards bilden die Grundlage für eichrechtskonforme Prüfverfahren an AC und DC Ladestationen.

Die DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik) ist die nationale Normungsorganisation für Elektrotechnik in Deutschland und vertritt die deutschen Interessen in den internationalen Gremien IEC/TC 69 und CLC/TC 69X.

Normungsarbeit für Ladesysteme und Ladeinfrastruktur

Das Komitee K 353 verantwortet die zentralen Normenreihen für konduktive Ladesysteme. Die Arbeit umfasst Ladesysteme und Ladegeräte außerhalb des Fahrzeugs, die Verbindung zwischen Fahrzeug und externer Ladeeinrichtung sowie die elektrische Sicherheit im gesamten Ladevorgang. Aus dieser Arbeit entstehen Normen, die für Hersteller, Betreiber und Prüfdienstleister verbindlich sind.

Zu den wichtigsten betreuten Normenreihen gehören:

Norm Anwendungsbereich
DIN EN IEC 61851-1 (VDE 0122-1) Konduktive Ladesysteme, allgemeine Anforderungen
DIN EN IEC 61851-23 DC-Ladung von Elektrofahrzeugen
DIN EN IEC 61851-23-3 MCS-spezifische Anforderungen (Megawatt Charging)
DIN EN 62196-2 (VDE 0623-5-2) Stecker und Steckdosen für Elektrofahrzeuge
VDE-AR-E 2418-3-100 Eichrechtskonforme AC und DC Ladeeinrichtungen

Diese Normen definieren die technischen Anforderungen, nach denen Ladestationen entwickelt, geprüft und betrieben werden. Für ZERA als Hersteller von Prüftechnik sind sie die Grundlage für die Auslegung der eigenen Prüfsysteme.

21 Arbeitskreise für die Zukunft der Ladeinfrastruktur

Das Komitee K 353 gliedert sich in 21 spezialisierte Arbeitskreise, die aktuelle und zukünftige Themen der Elektromobilität bearbeiten. Die Bandbreite reicht von der AC und DC-Ladung über berührungsloses Laden und bidirektionalen Energietransfer bis hin zu Megawatt Charging für schwere Nutzfahrzeuge.

Für die Messtechnik besonders relevant sind folgende Arbeitskreise:

  • DKE/GAK 353.0.2A DC-Ladung von Elektrofahrzeugen nach IEC 61851-23 und IEC 61851-24
  • DKE/GAK 353.0.2B MCS-spezifische Anforderungen für Megawatt Charging
  • DKE/GAK 353.0.4B Bidirektionaler Energietransfer beim AC-Laden
  • DKE/GAK 353.0.201 Umsetzung von Anforderungen zur Eichrechtskonformität von DC-Ladestationen
  • DKE/GAK 353.0.106 Laden von schweren elektrischen Nutzfahrzeugen

Der Gemeinschaftsarbeitskreis GAK 353.0.201 verbindet die Bereiche Ladetechnik und Messtechnik und arbeitet an der Umsetzung der eichrechtlichen Anforderungen speziell für DC-Ladestationen. Die dort erarbeiteten Vorgaben fließen direkt in die Anforderungen an Prüfsysteme ein, mit denen Ladestationen verifiziert werden.

ZERA Prüftechnik nach den Normen des K 353

Die im Komitee K 353 erarbeiteten Normen bestimmen, welche Anforderungen Prüfsysteme für Ladestationen erfüllen müssen. ZERA setzt diese Anforderungen in konkrete Produkte um.

Die MTS310e prüft AC Ladestationen konform zur VDE-AR-E 2418-3-100. Die MTS780e deckt den Bereich der DC Ladesäulen ab. Beide Systeme erreichen Genauigkeitsklassen bis 0,02%. Für wiederkehrende Prüfungen im Feld bietet das tragbare EMOB500 eine kompakte Lösung für Prüftechniker und Eichbehörden.

Die aktive Beteiligung an der Normungsarbeit stellt sicher, dass ZERA Prüfsysteme frühzeitig an kommende Anforderungen angepasst werden. Neue Themen wie Megawatt Charging, bidirektionales Laden und die Eichrechtskonformität von DC-Ladestationen erfordern Prüfverfahren, die mit der technologischen Entwicklung Schritt halten.

Normung als Grundlage für Vertrauen in die Messtechnik

Seit der Gründung 1920 ist ZERA eng mit dem regulatorischen Umfeld der Messtechnik verbunden. Das DAkkS-akkreditierte Kalibrierlabor arbeitet rückführbar auf die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB). Die Mitarbeit in Normungsgremien wie dem DKE/K 353 ergänzt diese messtechnische Kompetenz um die Perspektive der Standardentwicklung.

Für Kunden bedeutet das Prüftechnik, die nicht nur den aktuellen Normen entspricht, sondern deren Entwicklung aktiv mitgestaltet. Energieversorger, Ladesäulenhersteller und Prüfdienstleister profitieren von einem Hersteller, der regulatorische Anforderungen aus erster Hand kennt.

Weitere Informationen zu unseren Kooperationen und zur E-Mobilität Prüftechnik finden Sie auf unserer Website.