SOMA und ZERA bündeln Messtechnik im Anlagenbau
Wenn zwei Spezialisten ihre Stärken bündeln, profitieren Hersteller in der gesamten Wertschöpfungskette. Die SOMA GmbH und die ZERA GmbH kombinieren 150 Jahre Erfahrung in Anlagenbau und Präzisionsmesstechnik für die industrielle Fertigung.
Strategische Partnerschaft für Messtechnik im Anlagenbau
Die Messtechnik im Anlagenbau gewinnt für Hersteller von Leistungselektronik zunehmend an Bedeutung. Mit der strategischen Kooperation zwischen SOMA und ZERA entsteht eine Partnerschaft, die Anlagenbau-Kompetenz und Präzisionsmesstechnik unter einem Dach vereint. Hersteller von Antriebsreglern, High-Power-Chargern, Wechselrichtern und Ladestationen erhalten damit vollautomatische Prüfanlagen mit integrierter, rückführbarer Messtechnik aus einer Hand.
Die Anforderungen an Prüftechnik in der Leistungselektronik steigen kontinuierlich. Engere Toleranzen, höhere Spannungen bis 1.000 V und strenge regulatorische Vorgaben erfordern Prüflösungen, die Anlagenbau und Messtechnik intelligent verbinden. Diese Partnerschaft schafft genau diese Verbindung und bietet Herstellern einen klaren Vorteil gegenüber der getrennten Beschaffung einzelner Komponenten.
SOMA und ZERA starten langfristige Kooperation
Zwei Spezialisten für Anlagenbau und Messtechnik
Die SOMA GmbH aus Schalksmühle ist seit 50 Jahren Systemlieferant für Prüftechnik und Automation im Sondermaschinenbau. Als Teil der KOSTAL-Gruppe verfügt das Unternehmen über rund 90 Mitarbeiter, darunter 40 Ingenieure, und hat mehr als 1.000 Anlagen in 23 Ländern realisiert. Die ZERA GmbH mit Sitz in Königswinter entwickelt und produziert seit 1920 Systeme für die Erzeugung, Messung, Prüfung und Kalibrierung elektrischer Größen.
Die Kombination beider Kompetenzfelder ermöglicht eine Angebotstiefe, die kein einzelnes Unternehmen in dieser Form abdecken kann. SOMA bringt die Expertise im Anlagenbau, der Automation und der Systemintegration ein. ZERA ergänzt um hochpräzise Messtechnik, Referenznormale und akkreditierte Kalibrierung.

Gemeinsame Ziele der Kooperation
Wolfgang Thater von SOMA fasst das Ziel der Partnerschaft zusammen. Durch die Bündelung der Kompetenzen können beide Unternehmen ihren Kunden einen deutlichen Mehrwert bieten. Individuelle Lösungen für technologische Herausforderungen entstehen dort, wo Anlagenbau und Messtechnik von Beginn an zusammengedacht werden.
Die langfristige strategische Ausrichtung der Kooperation sichert Herstellern einen kontinuierlichen Zugang zu beiden Kompetenzfeldern. Gemeinsame Projektteams stimmen Anlagenkonzeption und Messtechnik von der ersten Planungsphase an aufeinander ab. Das Ergebnis sind Prüflösungen, die exakt auf die Fertigungsanforderungen des jeweiligen Herstellers zugeschnitten sind.
Messtechnik im Anlagenbau für die Leistungselektronik
Anforderungen an Prüftechnik in der Fertigung
Die Fertigung von Leistungselektronik unterliegt steigenden Qualitätsanforderungen. Hersteller müssen sicherstellen, dass jedes Produkt die spezifizierten elektrischen Parameter exakt einhält. Das erfordert Prüfsysteme mit höchsten Genauigkeitsklassen, dokumentierter Messunsicherheit und rückführbarer Kalibrierung.
Gleichzeitig steigt der Kostendruck in der Serienproduktion. Automatisierte Prüfanlagen ersetzen manuelle Messungen und erhöhen den Durchsatz bei gleichbleibender Präzision. Die Messtechnik im Anlagenbau muss daher nicht nur genau sein, sondern auch robust, schnell und in automatisierte Fertigungslinien integrierbar.
Zielmärkte von Antriebsreglern bis Ladestationen
Die Partnerschaft richtet sich an Hersteller in der gesamten Breite der industriellen Leistungselektronik. Dazu zählen Antriebsregler, High-Power-Charger, Wechselrichter für Photovoltaikanlagen, Schaltgeräte, Energiezähler, Stromwandler und AC- sowie DC-Ladestationen. Jede dieser Produktgruppen stellt eigene Anforderungen an die Prüftechnik.
Die zunehmende Elektrifizierung im Verkehrssektor und der Ausbau erneuerbarer Energien treiben die Nachfrage nach Leistungselektronik. Hersteller benötigen skalierbare Prüflösungen, die mit der wachsenden Produktvielfalt und den steigenden Stückzahlen Schritt halten. Messtechnik im Anlagenbau ist dabei der entscheidende Faktor für die Qualitätssicherung.
Vollautomatische Prüfanlagen mit integrierter Messtechnik

Von der Prüfkonzeption bis zur schlüsselfertigen Anlage
Der Projektablauf beginnt mit einer gemeinsamen Prüfkonzeption, in der SOMA und wir die spezifischen Anforderungen des Herstellers analysieren. Aus dem Lastenheft entsteht ein integriertes Anlagenkonzept, das Mechanik, Automation, Steuerung und Messtechnik als Einheit plant. Die Fertigung der Anlage erfolgt bei SOMA in Schalksmühle, während wir die messtechnischen Komponenten beisteuern.
Nach der Montage und Inbetriebnahme folgt der Factory Acceptance Test (FAT), bei dem die gesamte Anlage unter realen Bedingungen verifiziert wird. Der Hersteller erhält ein schlüsselfertiges System, das vom ersten Tag an produktionsbereit ist. Diese durchgängige Verantwortung reduziert Schnittstellenrisiken und verkürzt die Projektlaufzeit gegenüber der getrennten Beschaffung von Anlage und Messtechnik.
Automatisierte Prüfabläufe und Datenanalyse
Die Prüfautomation steuert den gesamten Prüfprozess vom Einlegen des Prüflings bis zur Ergebnisdokumentation. Unsere Steuerungssoftware WinSAM übernimmt die Ansteuerung der Messtechnik und die Auswertung der Messergebnisse. SOMA integriert diese Softwarekomponente in die übergeordnete Anlagensteuerung.
Die automatisierte Datenanalyse ermöglicht die Echtzeit-Bewertung jedes Prüflings gegen definierte Spezifikationen. Fehlerhafte Produkte werden sofort identifiziert und aus dem Produktionsprozess ausgeschleust. Langzeitanalysen der Prüfergebnisse liefern wertvolle Informationen zur Prozessoptimierung und zur Früherkennung von Fertigungstrends.
Rückführbare Kalibrierung als Qualitätsgrundlage
DAkkS-akkreditierte Kalibrierung im Produktionsprozess
Die Qualität jeder Messung steht und fällt mit der Kalibrierung der eingesetzten Referenznormale. Unser DAkkS-akkreditiertes Kalibrierlabor gewährleistet die rückführbare Kalibrierung aller messtechnischen Komponenten auf nationale Normale der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB). Diese Rückführbarkeit bildet das Fundament für vertrauenswürdige Messergebnisse in der Produktion.
Regelmäßige Kalibrierintervalle stellen sicher, dass die Messtechnik im Anlagenbau über die gesamte Betriebsdauer die geforderten Genauigkeitsklassen einhält. Der Kalibrierservice umfasst sowohl die Erstkalibrierung bei Auslieferung als auch wiederkehrende Kalibrierungen im laufenden Betrieb. Hersteller erhalten Kalibrierscheine mit dokumentierter Messunsicherheit als Nachweis für ihr Qualitätsmanagementsystem.
Rückführbarkeit für Zertifizierungen und Audits
Die rückführbare Kalibrierung nach ISO 17025 schafft die Grundlage für erfolgreiche Zertifizierungsaudits. Hersteller können gegenüber Auditoren lückenlos nachweisen, dass ihre Prüfmittel den Anforderungen des Qualitätsmanagementsystems nach ISO 9001:2015 entsprechen. Die dokumentierte Messkette von der Produktionsmessung bis zum nationalen Normal ist dabei ein zentrales Qualitätsmerkmal.
Für regulierte Branchen wie die E-Mobilität und die Energietechnik ist diese Rückführbarkeit nicht optional, sondern gesetzlich vorgeschrieben. Eichrechtskonforme Prüfungen an Ladestationen und Energiezählern setzen rückführbare Referenznormale zwingend voraus. Die Partnerschaft integriert diesen Qualitätsstandard direkt in die Prüfanlage.
Anwendungsbereiche von Ladestationen bis Wechselrichtern
Prüfanlagen für E-Mobilität und Ladeinfrastruktur
Der Bereich E-Mobilität stellt besonders hohe Anforderungen an die Prüftechnik in der Leistungselektronik. High-Power-Charger arbeiten mit Spannungen bis 1.000 V und müssen eichrechtskonforme Energiemessungen gewährleisten. Die Kombination aus SOMA Prüfanlagen und unseren Prüfsystemen für die E-Mobilität deckt die End-of-Line Prüfung von der Wallbox bis zur DC-Schnellladestation ab.
Wechselrichter für Photovoltaikanlagen und stationäre Energiespeicher erfordern ebenfalls präzise Leistungsmessungen unter variablen Lastbedingungen. Die automatisierten Prüfanlagen simulieren unterschiedliche Betriebszustände und verifizieren die Einhaltung der spezifizierten Wirkungsgrade. Prüfstände für die Elektromobilität bilden dabei die messtechnische Basis.
End-of-Line Tests für Zähler und Schaltgeräte
In der Serienfertigung von Energiezählern und Schaltgeräten entscheidet der Durchsatz über die Wirtschaftlichkeit der Produktion. Vollautomatische End-of-Line Prüfanlagen testen jeden einzelnen Zähler gegen die definierten Spezifikationen und erzeugen ein digitales Prüfprotokoll. Die Prüfzeit pro Einheit sinkt dabei auf wenige Sekunden.
SOMA realisiert die mechanische Handhabung, den Prüfling-Transport und die Kontaktierung. Wir liefern die Referenznormale, Stromsensoren und die Prüfsoftware für die metrologische Bewertung. Das Ergebnis ist eine durchsatzoptimierte Prüfanlage mit der Präzision eines Kalibrierlabors.
Vorteile der Messtechnik im Anlagenbau für Hersteller
Ein Ansprechpartner für Prüfanlage und Messtechnik
Der größte praktische Vorteil der Partnerschaft liegt in der zentralen Projektverantwortung. Anstatt Prüfanlage und Messtechnik bei verschiedenen Lieferanten zu beschaffen und selbst zu integrieren, erhalten Hersteller alles aus einer Hand. Das reduziert Abstimmungsaufwand, eliminiert Schnittstellenrisiken und beschleunigt die Projektrealisierung erheblich.
Die folgende Übersicht vergleicht beide Beschaffungswege:
| Kriterium | Getrennte Beschaffung | SOMA und ZERA Partnerschaft |
|---|---|---|
| Ansprechpartner | Mehrere Lieferanten | Ein zentraler Ansprechpartner |
| Schnittstellenrisiko | Hoch | Minimiert |
| Kalibrierung | Separat organisiert | Integriert und DAkkS-akkreditiert |
| Projektdauer | Länger durch Abstimmung | Verkürzt durch Bündelung |
| Rückführbarkeit | Eigenverantwortung | PTB-rückführbar garantiert |
Professionelle Kalibrierung und garantierte Rückführbarkeit sind bei der integrierten Lösung von Anfang an Teil des Projekts. Hersteller sparen den Aufwand für die separate Organisation und Qualifizierung eines Kalibrierdienstleisters. Die gesicherten Produktionsprozesse und die fortschrittliche Datenanalyse der Prüfergebnisse unterstützen eine kontinuierliche Qualitätsverbesserung.
Über 150 Jahre Erfahrung in Anlagenbau und Messtechnik
SOMA als TOP 100 Innovator im Sondermaschinenbau
Die SOMA GmbH wurde 2024 und 2025 mit dem TOP 100 Innovator Siegel ausgezeichnet. Diese unabhängige Bewertung würdigt die Innovationskraft mittelständischer Unternehmen in Deutschland. Mit über 1.000 installierten Anlagen in 23 Ländern und einer Exportquote von 60 bis 70 Prozent hat sich SOMA als international anerkannter Spezialist für anspruchsvolle Prüf- und Automatisierungsaufgaben etabliert.
Wir bringen über 100 Jahre Erfahrung in der Präzisionsmesstechnik in diese Partnerschaft ein. Seit unserer Gründung 1920 in Königswinter haben wir die Entwicklung der Zählerprüftechnik als mitarbeitergeführtes Unternehmen maßgeblich mitgestaltet. Unser DAkkS-akkreditiertes Kalibrierlabor und Installationen in über 70 Ländern belegen die internationale Anerkennung unserer Messtechnik.
Zusammen verfügen beide Unternehmen über mehr als 150 Jahre Erfahrung in Anlagenbau und Messtechnik. Diese Kombination aus Anlagenbau-Kompetenz und metrologischer Expertise ist die Grundlage für zuverlässige Prüflösungen der nächsten Generation. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung zu Ihren spezifischen Anforderungen an Messtechnik im Anlagenbau.
Häufige Fragen zur Messtechnik im Anlagenbau
Was umfasst die Kooperation von SOMA und ZERA?
Die strategische Partnerschaft vereint den Anlagenbau und die Automation von SOMA mit der Präzisionsmesstechnik und Kalibrierung von ZERA. Hersteller von Leistungselektronik erhalten vollautomatische Prüfanlagen mit integrierter, rückführbarer Messtechnik aus einer Hand.
Für welche Branchen eignet sich die Partnerschaft?
Die Kooperation richtet sich an Hersteller von industrieller Leistungselektronik. Dazu zählen Antriebsregler, High-Power-Charger, Wechselrichter, Schaltgeräte, Energiezähler, Stromwandler und AC- sowie DC-Ladestationen.
Welche Vorteile bietet ein zentraler Ansprechpartner?
Ein zentraler Ansprechpartner reduziert Schnittstellenrisiken, verkürzt die Projektlaufzeit und vereinfacht die Abstimmung zwischen Anlagenbau und Messtechnik. Die integrierte DAkkS-akkreditierte Kalibrierung entfällt als separate Beschaffungsaufgabe.
Wie wird die Messgenauigkeit in Prüfanlagen sichergestellt?
Die Messgenauigkeit basiert auf DAkkS-akkreditierter Kalibrierung mit PTB-Rückführbarkeit. Definierte Genauigkeitsklassen und regelmäßige Kalibrierintervalle stellen sicher, dass die Prüfanlagen über die gesamte Betriebsdauer zuverlässige Messergebnisse liefern.

